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Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Pouch

 

Im Februar 1904 fanden sich die Bürger Ernst Apitzsch, Hermmann Kund, Hermann Knof und Robert Tauer zusammen und gründeten die Poucher Feuerwehr.

 

In dieser Versammlung wurden dann

Hermann Knof zum Brandmeister,
Hermann Mühlner zum Stellvertreter, 
Richard Steinmetz zum Schriftführer,
Franz Jentsch zum Kassierer,  
August Köpke zum Spritzenmann,
Ernst Apitzsch zum Hornist,

Reinhold Wust

zum Steiger,

Hermann Kund zum Steiger,  
Moritz Ölschner  zum Steiger und
Hermann Schindler zum Steiger gewählt.
   

 

Im Jahre 1905 wurden weitere Feuerwehrmänner aufgenommen. So sind zu nennen die Bürger Karl Rüdiger, Wilhelm Baumbach, August Schrei, Hermann Löbe und Karl Grumbach. Nach und nach wurde dann die Wehr mit zeitgemäßem Gerät und Material ausgestattet. Die auf der Ritterburg stationierte Dampfdruckspritze wurde von den Kameraden während ihren Einsätzen genutzt. Diese erwies sich jedoch als unpraktisch und so wurde von der Gemeinde eine Handdruckspritze angeschafft. Hierbei dienten die Pferde des Rittergutes und der Bauern des Dorfes als Vorspann. Aber auch diese Handdruckspritze hatte ihre Tücken und so wurde ein Tragkraflspritzenanhänger mit einer TS 6 von der Firma "Bräunert" aus Bitterfeld gekauft. Der Anhänger wurde von einem Zugfahrzeug „Brennabor“ gezogen. Die TS 6 besaß die Wehr bis 1960. Von Jahr zu Jahr erhöhte sich die Anzahl der Mitglieder der Wehr. So wären zu nennen, Ernst Bennemann, Paul Elze und Max Zwoch, der Schriftführer bis 1954 war. Der damalige monatliche Beitrag eines Feuerwehrmannes betrug 25 Rpf.

 

1935 traten die Kameraden Richard Kießler, Willi Apitzsch und Otto Wiesner der Wehr bei.

 

1936 gründete sich aus der Wehr ein Spielmannszug, der von Franz Elze geleitet wurde.

Damals befand sich das Spritzenhaus noch in der Krinaer Straße. Von dort aus wurde der Dienst durchgeführt. Der Spielmannszug und die Löschgruppe marschierten dann zur „Bullenwiese“, wo die Ausbildung stattfand.

 

1941 wurde der Kamerad Edwin Hänisch und Ende der 40er Jahre der Kamerad Oskar Wernder Mitgliedf der Wehr.

Durch die Wirren des Krieges und der Nachkriegsjahre ging leider das Zugfahrzeug und die Handdruckspritze verloren.

 

Im Jahre 1948 wurde dann von der Gemeinde ein Fahrzeug Typ „Fiat“ als Zug- und Mannschaftsfahrzeug gekauft. Im selben Jahr wurde der Kamerad Heinz Dietrich, der seit 1946 Mitglied der Wehr war, vom damaligen Wehrleiter Hermann Dietrich zum Maschinistenlehrgang nach Heyrothsberge delegiert.

1950 übernahm er das Amt des Wehrleiters und die Kameraden Rudi Köckert und Horst Rothe wurden seine Stellvertreter.

Nach Umbau wurde das Dienstgebäude in der Krinaer Str. 45 am 27.05.1949 der Feuerwehr Pouch durch das Kreisbrandschutzamt Bitterfeld per Siegel übergeben.

Auch der Umbau des LKW „Fiat“ machte sich erforderlich und wurde von dem Stellmachermeister Kamerad Ernst Bennemann realisiert. Er bestückte das Fahrzeug mit Sitzbänken, dass eine gesamte Gruppe darauf Platz fand. Auch der Anhänger wurde von Holzspeichern auf Luftbereifung umgestellt. Das geschah durch den Schmiedemeister Kamerad Kurt Jahn.

Anfang der 50er Jahre kam es zu mehreren großen Einsätzen der Wehr. So sei zu nennen, der Brand in der Ziegelei Friedersdorf und das Hochwasser in Pouch. Hier wurden die Kameraden sowohl an der Kuhquellmühle las auch am Muldedamm in Mühlbeck tätig. Noch zu nennen wären die Waldbrände in Moschwig und in Hohenlubast.

 

1953 wurde der Spielmannszug neu aufgestellt. Der Leiter war wiederum der Kamerad Franz Elze. Der Spielmannszug nahm an Ausscheiden teil. So z.B. in Halle. Er spielte zum 1.Mai, zu Gartenfesten und trat auch in anderen Ortschaften auf.

 

1953 trat der Kamerad Günter Hänisch und 1954 die Kameraden Rudi Baumbach, Lothar Lauterbach und Heinz Albrecht, der auch Mitglied im Spielmannszug war, der Wehr bei.

Im Selben Jahr übernahm der Kamerad Fritz Finsterbusch die Leitung des Spielmannszuges.

 

Leider löste sich der Spielmannszug nach einigen Jahren aus finanziellen Gründen auf.

 

Durch die steigenden Anforderungen an die Wehr und auf Grund des Platzmangels wurde der Neubau eines Gerätehauses in Erwägung gezogen.

Aus taktischen Gründen wurde der heutige Platz an der Hauptverkehrsstraß0e ausgewählt. Am 13.05.1955 wurde die Baugenehmigung erteilt. Die Leitung des Baues übernahm der Kamerad Richard Ließler, welcher schon seit 1935 Mitglied der Wehr war. Aus Mitteln des Landes und in vielen Stunden freiwilliger Arbeit von den Kameraden, sowie Handwerkern des Ortes, wurde der erste Teil des neuen Gerätehauses mit zwei Toren gebaut.

 

Eines Tages kam es wie es kommen musste. Der LKW „Fiat“ versagte endgültig den Dienst. Da zur damaligen Zeit das Dorf Pouch etwa 3000 Einwohner zählte wurden dann ein „Klöckner“ LF 25 zur Verfügung gestellt.

 

Im Jahr 1960 wurde die Arbeitsgemeinschaft „Junge Brandschutzhelfer“ gegründet. Sie war eine der ersten im Kreis Bitterfeld. Und unterstand der „Station Junger Techniker und Naturforscher“ in Wolfen. Leiter war der Wehrleiter Hinz Dietrich.

Die Arbeitsgemeinschaft nahm an Kreisausscheiden teil, aber auch an Einsätzen wie den Scheunenbrand in der Schulstraße am 09.04.1963. Damals gehörten der Gruppe Wiedo Fahlteich, Dittmar Kürste, Harald Wildgrube, Joachim Waldmann, Bruno Dietrich, Heinz-Jürgen Bärwald, Jürgen Seidel, Bernd Kolaschinski, Christel Hagemeister und Bernd Hänisch an.

 

Die zweite AG wurde dann im Jahr 1973 gegründet und war mehrmals mit ihrem Leiter Willi Mieth im Spezialistenlager in Sandersdorf. Hier sind zu nennen: Lutz Laue, Olaf Lauterbach, Frank Mieth, Edgar Hänisch, Veit Leuchte, Margit Boose, Uwe Müller.

 

Am 22.02.1961 wurde eine weitere Baugenehmigung für die erforderlich gewordenen Erweiterungen des Gerätehauses gegeben. Durch Bereitstellung von 10.000 M aus Lottogeldern wurde der Anbau mit Wohnung ermöglicht. Hierbei zeigten wiederum viele Kameraden hohe Bereitschaft. So z.B. Heinz Dietrich, Rudi Köckert, Willi Jahn, Oskar Werner, Fritz Meier, Fritz Finsterbusch, Hans Hoff, Werner Geist, Richard Kießler, Lothar Lauterbach, Horst Bär, Günther Hänisch, Erich Klein, Willi Mieth und Harri Maier. Zu nennen sei auch noch Werner Hanke, der seit 1947 Mitglied der Wehr ist und lange Jahre Gasschutzgerätewart war.

Die gesammelten Erfahrungen bei diesen Bautätigkeiten kamen dann auch der Rösaer Wehr zugute, inndem die Baugruppe auch hier beim Bau des Gerätehauses mitwirkte.

 

Anfang 1970 wurde mit dem Betrieb „Favorit Pouch“ ein Vertrag abgeschlossen. Dieser beinhaltete, dass die Einsatzbereitschaft am Tage von der Löschgruppe des Betriebes gewährleistet wurde.

 

Am 14.07.1970 wurde unserer Wehr ein neues Löschfahrzeug „LO“ LF 8-STA vom Rat des Kreises übergeben.

 

Im Jahr 1974 wurde eine Brandschutzgruppe für den Vorbeugenden Brandschutz gebildet, welche jedes Jahr Brandschutzkontrollen durchführte.

Die FF Pouch bildete zusammen mit den Feuerwehren Muldenstein und Schlaitz einen Brandschutzzug und wurde Stützpunktfeuerwehr.

 

Im Jahre 1980 trat der Wehrleiter Kamerad Heinz Dietrich aus gesundheitlichen Gründen von seiner Funktion, die er 30 Jahre begleitet hat, zurück.

Dieses Amt übernahm am 01.01.1981 der Kamerad Bernd Hänisch. Der Stellvertreter für KiB wurde Kamerad Hans Hoff und der Stellvertreter für E.A.W. wurde Joachim Waldmann.

 

Zur Leitung gehörten ferner:           

Kam. Eckard Waldmann als Kassierer,

Kam. Willi Mieth als Schriftführer sowie

Kam. Harto Finsterbusch und

Kam. Lothar Lauterbach als Gruppenfüher

 

Von einigen Kameraden wurden Lehrgänge in Dessau und Marke sowie das organisierte Selbststudium besucht.

 

Die 3. Arbeitsgemeinschaft „Junge Brandschutzhelfer“ wurde 1981 unter der Leitung des Kam. Lutz Laue gegründet. Ihr gehörten an: Knut Richter, Falko Richter, Maik Steinmetz, Enrico Hänisch, Heiko Wittig, Enrico Wittig, Dirk Schinnerling, Andreas Hanke und Thomas Fronske. Beim Ausscheid in Wolfen/Nord belegten sie den 3.Platz.

 

Am 30.09.1983 wurden die Kameraden Frank Winterling und Kurt Kirste, welche aus der Wehr Döbern kamen, aufgenommen.

Der Kamerad Winterling war dort seit 1966 und der Kamerad Kirste seit 1968 Angehörige der FFw.

 

Am 27.09.1985 erfolgte eine Neubesetzung der Wehrleitung. Als Stellvertreter f. E.A.W. wurde der Kamerad Axel Hanke und als Leiter Technik der Kamerad Thomas Arlt eingesetzt.

 

1986 beging der Kamerad Oskar Werner sein 60-jähriges Dienstjubiläum. Kam. Werner war für viele ein Vorbild. Als Maschinist hielt er die Technik stets einsatzbereit und das Gerätehaus in sauberem Zustand.

Nach der Wende kamen neue Gesetze und Verordnungen für die Feuerwehren heraus. Danach obliegt nun die Unterhaltung der Feuerwehr der Kommune. Es wurden Baumaßnahmen und die Renovierung des Gerätehauses von den Kameraden durchgeführt. Zur verbesserten Alarmierung trugen auch die 10 neuen Alarmempfänger bei, die wir 1991 erhielten. Im selben Jahr besuchte der Kamerad Torsten Pridöhl einen Lehrgang für Gruppenführer in Heyrothsberge.

 

1992 wurde der Kamerad Willi Mieth in Ehren von seiner Funtion als Schriftführer entbunden und der Kamerad Harto Finsterbusch mit dieser Aufgabe betraut.

Eine qualitative Verbesserung der Einsatzbereitschaft konnte auch durch ein neues Fahrzeugfunkgerät und die Anschaffung von Rettungsgeräten wie Schere und Spreizer erreicht werden. Leider fehlt jedoch noch immer ein Funkgerät auf dem TLF 16 ZIL.

 

Im Jahre 1992 wurden von einigen Kameraden Weiterbildungslehrgänge im Kreismaßstab für Kettensägeführer und Funker sowie Lehrgänge im Landesmaßstab in Heyrothsberge besucht.

 

1993 wurde dann wieder eine Jugendgruppe gebildet. Ihr gehören an Kevin Laue, Oliver Laurich, Cliff Pridöhl, Nico Brandt, Martin Becker, Knut Waldmann, Lutz Mehley, Stephan Jahn, Stephan Göbel und Landy Laue.

Angeleitet wird die Gruppe von den Jugendwarten Lutz Laue und Dirk Winterling.

Den ersten Erfolg konnten die Jungs schon im selben Jahr verbuchen, denn sie gewannen beim Krausausschnitt den Wanderpokal.

 

1993 konnten wir auch noch 3 Kameraden in die aktive Gruppe aufnehmen. Den Kameraden Dirk Schinnerling, den Kameraden Detlef Krause und den Kameraden Wolfgang Edler, welcher schon seit 1976 Mitglied der FFw Wolfen/Altstadt gewesen ist und dort bereits 6 Jahre als Löschzugführer tätig war.

Im Frühjahr des Jahres 2002, zu dem „Jahunderthochwasser“ waren auch zwei Kameraden unserer Wehr mit im Einsatz in Staßfurt. Es waren die Kameraden Mirco Wetzig und Enrico Hänisch.